Darmaufbau

Die im Darm lebenden Bakterienkulturen (Darmflora), insbes. E. coli, Milchsäurebakterien wie L. acidophilus und B. bifidus, bilden eine Lebens- und Arbeitsgemeinschaft mit dem Menschen (Symbiose). Sie halten schädliche Bakterien, Pilze und Parasiten fern und fördern die Vitaminaufnahme (Vitamin B12, Vitamin K, Folsäure u.a.). Nehmen schädliche Erreger überhand, kommt es zu Gärungs- und Fäulnisprozessen und zu Veränderungen des pH-Wertes. Pilze wie Candida spezies geben giftige Stoffwechselprodukte in den Darm ab (Fuselalkohole, Phenole, Nitrosamine, Ammoniak u.a.). Daneben produzieren Candida-Pilze Substanzen, die Allergien auslösen können!

Im Darm befindet sich außerdem ein wichtiger Teil des Immunsystems (Peyer'sche Plaques, solitäre Lymphfollikel, mesenteriale Lymphknoten, die Schleimhautoberfläche mit Immunglobulin-A (IgA), Lymhozyten und Makrophagen).
Der Darm hat eine Oberfläche von über 200 m². Der darin befindliche Teil des Immunsystem bildet deshalb die wichtigste Barriere gegen die mit der Nahrung aufgenommenen Antigene wie z.B. schädliche Bakterien, Bakteriengifte (Toxine), Pilze, Viren, Parasiten, schädliche Nahrungs-mittelbestandteile (Konservierungs-, Farb- und andere Zusatzstoffe).

Treffen die Abwehrzellen auf Antigene, werden weitere Abwehrzellen gebildet, die sich über die Blutbahn in alle Schleimhäute verteilen (Darm, Mund-Rachen, Bronchien, Harnwege). Aus diesen Zellen werden IgA-Antikörper in die Schleimhaut freigesetzt, welche die Antigene bekämpfen sollen. Im Schleim, der die Schleimhäute wie eine Schutzschicht bedeckt, befinden sich also reichlich Abwehrzellen und IgA, die verhindern, dass schädliche Antigene die Schleimhaut durchdringen und in die Blutbahn gelangen.

Ist diese Abwehrfunktion gestört, können schädliche Stoffe in den Körper eindringen. Es werden dann weitere Abwehrzentren alarmiert (Immunglobulin-E, Komplement), was zu überschießenden Immunreaktionen führt (Allergien).
Wenn die Darmflora aus dem Gleichgewicht geraten ist (Dysbiose), kann durch einen Darmaufbau die Zahl der schädlichen Bakterien und Pilze im Darm vermindert und die Besiedlung des Darmes mit einer gesunden Flora ermöglicht werden.

Ursachen für eine Störung der Darmflora: oft schon im Säuglings- und Kindesalter durch häufige Antibiotika-Behandlungen, Umweltgifte (Blei, Cadmium, Quecksilber, Amalgam), schädliche Nahrungsmittel (Industriezucker, Farbstoffe, Konservierungsmittel), einseitige Ernährung, Magen-Darm-Erkrankungen, Pilzbefall des Darmes (Candida), Stress, Zink-Mangel (es können nicht genügend Immunglobuline gebildet werden), Chemotherapie, Strahlentherapie, Cortison.

Ziel des Darmaufbaus: die normale Darmflora wird wieder hergestellt, das Immunsystem wird stabilisiert. Wichtige von den nützlichen Bakterien bereitgestellte Vitamine werden für den Körper wieder verfügbar gemacht. Dadurch werden die Abwehrkräfte des Körpers wieder normalisiert. Die Anfälligkeit für Infekte/ Erkältungskrankheiten wird vermindert. Allergien werden verringert.

Für wen ist ein Darmaufbau geeignet? Bei Abwehrschwäche, ständigen Erkältungen, häufiger Bronchitis, besonders bei Erkrankungen wie Asthma bronchiale, chronischer Bronchitis. Nach Antibiotika-Behandlungen. Bei allen Arten von Allergien: allergisches Asthma bronchiale, Heuschnupfen, Nahrungsmittelallergien, Neurodermitis (atopisches Ekzem). Psoriasis, Magen-Darm-Erkrankungen (M. Crohn, Colitis ulcerosa), nach Chemo-therapie oder Strahlentherapie.

Wie wird der Darmaufbau durchgeführt? Je nach Schwere der Störung kann die Behandlung in verschiedenen Stufen erfolgen.

  1. Mit der Bioresonanz-Methode werden Candida und seine Giftstoffe aus dem Darm und Körper gelöst und die Ausscheidungsorgane (Leber, Niere, Lymphe) werden in ihrer Funktion aktiviert.
  2. Nährstoffe, welche die gesunden Bakterien für ihr Wachstum benötigen und die den Säurewert (pH-Wert) im Darm normalisieren, werden dem Darm zugeführt.
  3. Ansiedelung der für den Menschen nützlichen Darmbakterien.

 

Für einen dauerhaften Erfolg sollte immer eine Umstellung der Ernährung erfolgen, um die Aufnahme schädigender Nahrungsmittel zu vermeiden.